Die Qualitäts- und Unterstützungsagentur - Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen (QUA-LiS NRW) will den Betrieb der Kantine neu vergeben. Die QUA-LiS NRW unterhält einen Tagungsbetrieb mit 28 Tagungsräumen für 5 bis ca. 200 Personen nebst 115 Gästezimmern. Im Regelfall werden ein- bis dreitägige Veranstaltungen durchgeführt. Während der Schulferien in Nordrhein-Westfalen und an den Wochenenden ruht der Tagungsbetrieb üblicherweise bzw. ist erheblich reduziert, so dass nur die Mitarbeitenden der QUA-LiS NRW die Kantine nutzen. Die QUA-LiS NRW beabsichtigt, die Bewirtschaftung der Kantine (einschließlich Küche und Nebenräumen) in ihren Räumlichkeiten in Soest zum 1. Februar 2027 neu zu vergeben. Die Vergabe des Betriebs der Kantine erfolgt im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages gemäß § 103 GWB. Hierbei stellt die Auftraggeberin der/dem Auftragnehmenden die zur Erbringung der Leistung erforderliche Infrastruktur zur Verfügung. Das wirtschaftliche Risiko der Betriebsführung trägt die/der Aufragnehmende.Der Dienstleistungsvertrag ist auf 4 Jahre und 6 Monate befristet sein. Er soll am 01.02.2027 beginnen und am 31.07.2031 enden. Für den Auftraggeber besteht die Option das Vertragsverhältnis einmalig um ein Jahr bis längstens zum 31.07.2032 zu verlängern.
Neben der Verpflegung der Tagungsgäste (morgens, mittags, abends) und der Mitarbeitenden gibt es noch zwei weitere Leistungsbestandteile. Zum einen wird ein Konferenzservice erwartet. Dieser beinhaltet, dass Heiß- und Kaltgetränke sowie Obst und Gebäck in die Tagungsräume gebracht werden. Zum anderen wird der Kioskverkauf von kleinen Speisen von Getränken und kleinen Snacks erwartet.
Für den Auftraggeber besteht die Option, das Vertragsverhältnis einmalig um ein Jahr bis längstens zum 31.07.2032 zu verlängern.
Nach § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 4 GWB ist der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit: 1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt, 2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Unternehmensbezogene Unterlagen die die Eignungsprüfung betreffen können nachgefordert werden. Hierzu zählen Eigenerklärungen, Bescheinigungen oder sonstige unternehmensbezogene Nachweise. Die Nachforderung leistungsbezogener Unterlagen die in die Wirtschaftlichkeitsbewertung nach den Zuschlagskriterien fallen und die Wertungsreihenfolge beeinflussen ist ausgeschlossen.
Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister oder Nachweis auf andere Art über die erlaubte Berufsausübung.
Dabei genügt zunächst eine formlose Eigenerklärung, dass im Auftragsfall rechtzeitig vor Vertragsbeginn eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen wird, deren Höhe 5.000.000,- EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden für den Bereich der Kantine und 3.000.000,- EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden für den Bereich der Konferenzservice nicht unterschreitet. Wenn diese Versicherung bereits bei Angebotsabgabe besteht, wird darum gebeten, den Nachweis darüber bereits beizufügen.
Angabe, welche Teile des Auftrags das Unternehmen unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt:- bei Bietergemeinschaften: unterschriebene Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung, Formular 531 EU,- bei Unteraufträgen: Erklärung Unteraufträge (Formular 533b EU),- bei Eignungsleihe: Erklärung Eignungsleihe (Formular 534b EU).
Lebenslauf mit ausführlicher Darstellung des beruflichen Werdegangs. (Tritt die/der Bietende nicht selbst als Betriebsleitung auf, so ist der geforderte Nachweis für die vorgesehene Betriebsleitung beizubringen.)
Gastronomische und kaufmännisch relevante Qualifikationsnachweise, ggf. vorhandene Referenzen, Zeugnisse, usw. Insbesondere ist nachzuweisen, dass die/der Bietende über eine abgeschlossene Berufsausbildung als Köchin/Koch oder Küchenmeister/in verfügt und zu bestätigen, dass die vorgenannte Person auch für die Auftragsausführung vor Ort anwesend ist. (Tritt die/der Bietende nicht selbst als Betriebsleitung auf, so ist der geforderte Nachweis bzw. die Bestätigung der Anwesenheit für die vorgesehene Betriebsleitung beizubringen.)
- Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 521 EU)- Eigenerklaerung_Sanktionen (Formular 523 EU)- Nachweis zur Ortsbesichtigung- Nennung des/der Ansprechpartner/in der/des Bietenden
Referenzobjekte, die bewirtschaftet werden oder bereits bewirtschaftet wurden und einem vergleichbaren Vertragsvolumen und ggf. einer vergleichbaren Einrichtung entsprechen, sind mit Angebotsabgabe zu benennen. Es muss mindestens eine Referenz vorgelegt werden. Die Referenzobjekte müssen aus den letzten 3 Jahren vor der Veröffentlichung dieses Verfahrens auf dem Vergabemarktplatz stammen. Die Referenzleistungen müssen innerhalb dieses Zeitraums für mindestens sechs Monate erbracht worden sein. Die Referenzen sind mit dem Angebot unter Nennung der Auftraggeber/in (unter Verwendung der Referenzliste, siehe Anlage 6) einzureichen.
Bewerben können sich auch Personen, die über die o.g. Berufsqualifikationen sowie über entsprechende Berufserfahrung als angestellte Küchen-/Kantinenleitung in einer vergleichbaren Einrichtung mit vergleichbaren Vertragsvolumen verfügen. In diesen Fällen sind aussagekräftige Arbeitszeugnisse sowie Referenzen der jeweiligen Einrichtung beizufügen.
Eigenerklärung, dass alle potentiellen Mitarbeitenden gem. § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) belehrt werden. Sofern entsprechende Belehrungen bereits vorliegen, wird gebeten diese beizufügen.
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes
- Bewerbungs- und Vergabebedingungen des Landes NRW (Formular 511 EU)- Vertragsbedingungen NRW, (Formular 512 EU)- BVB_TariftreueMindestarbeitsbedinungen (Formular 513 EU)- Leistungsbeschreibung 3/2026- Anlage 2 Preisblatt 3/2026