Verfahrensangaben

Beschaffung eines NMR-Spektrometers mit Microimagingeinheit

VO: VgV Vergabeart: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung Status: Veröffentlicht

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Universitätsklinikum Bonn AöR
DE 811 917 555
Venusberg-Campus 1
53127
Bonn
Deutschland
DEA22
Geschäftsbereich 4 - Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik
einkauf@ukbonn.de
+49 228 287-14798

Angaben zum Auftraggeber

Anstalten des öffentlichen Rechts auf Landesebene
Gesundheit

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Rheinland bei der Bezirksregierung Köln
05315-03002-81
50606
Köln
Deutschland
DEA23
VKRheinland@bezreg-koeln.nrw.de
+49 221 147-3045

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Lieferungen

CPV-Codes

38433000-9
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Beschaffung eines 400 MHz WB NMR-Spektrometers mit Microimagingeinheit, das für die Realisierung bildgebender Untersuchungen an Kleintieren in vivo sowie für die Darstellung hochaufgelöster Strukturen in ex vivo Proben von entscheidender Bedeutung ist. Das beantragte Gerät soll einen integralen Bestandteil bei der Etablierung eines Forschungszentrums für Kleintierbildgebung bilden. Es soll ein Gerät vom Typ NMR CONSOLE AVANCE NEO-X 400 MHZ WB von der Bruker BioSpin GmbH & Co. KG beschafft werden.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Mit der Beschaffung wird eine Verstärkung des Schwerpunkts Bildgebung angestrebt. Diese Notwendigkeit resultiert aus den am Standort über die letzten Jahre etablierten Forschungsverbünden (Exzellenzcluster ImmunoSensation2/ ImmunoSensation3, TRR333 BATenergy, TRR259 Aortic Disease), für die longitudinale in vivo Studien eine zentrale Anwendung finden. Ferner wurde 2021 an der Medizinischen Fakultät, Medizinische Klinik und Poliklinik II, Herzzentrum Bonn die Professur für Kardiovaskuläre Bildgebung (Prof. V. Hörr) mit dem Fokus Kleintier-Magnetresonanztomographie (Kleintier-MRT) installiert. Durch die Besetzung der Professur, sowie durch die Einbindung des beantragten Gerätes in den Bonner Technologie-Campus (BTC), wurde eine Personal- und Infrastruktur geschaffen, die es ermöglicht das System optimal in die laufende Forschung einzubinden und dessen Möglichkeiten nachhaltig einzubringen. Die Nutzung der MR-Bildgebungstechnik steht dabei unter der Berücksichtigung der Projekte aller Institutionen des Universitätsklinikums Bonn (UKB)/der Universität Bonn, um anatomische, morphologische, strukturelle als auch funktionelle und molekulare Parameter in vivo auf makroskopischer und mikroskopischer Ebene zu visualisieren und zu quantifizieren.
Kleintiermodelle sind unverzichtbar für sämtliche Teilbereiche erfolgreicher, evidenzbasierter Wissenschaft, da Verfügbarkeit, Generationszeit, genetische Manipulation und Ressourcenaufwand sich im Kleintier günstig darstellen. Um eine fortwährende Forschungsarbeit auf den Gebieten der Onkologie, Neurologie, Immunologie und Kardiologie auf hohem Niveau gewährleisten zu können, ist eine lückenlose, dynamische Erfassung komplexer molekularer Prozesse unabdingbar. Der nicht-invasive Charakter der MRT ermöglicht serielle Untersuchungen am Einzeltier und damit die reliable Erfassung der Dynamik physiologischer und pathologischer Prozesse. Ferner ist die nicht-invasive Bildgebung eine hochmoderne und effektive Methode im Rahmen der 3R-Forschung, um die Zahl der Tiere (Reduction) und ihr Leiden (Refinement) in Versuchen auf ein Minimum zu reduzieren.
Das zu beschaffende NMR-Spektrometer mit Microimagingeinheit findet insbesondere Anwendung im Rahmen der DFG-geförderten Forschungsverbünde:
- Sonderforschungsbereich TRR259 Aortic Disease (SFB, Transregio Bonn, Köln, Düsseldorf) unter Beteiligung von 22 wissenschaftlichen Teilprojekten
- Sonderforschungsbereich TRR333 BATenergy (SFB, Transregio Bonn, München, Hamburg) unter Beteiligung von 19 wissenschaftlichen Teilprojekten.
- Exzellenzcluster ImmunoSensation.
Ferner ist das beantragte Gerät essentiell für nahezu jedes Forschungsprojekt und jede Forschungs-/Abschlussarbeit der AG Kardiovaskuläre Bildgebung.
Das beantragte Gerät soll in der Core Facility Kleintierbildgebung des Universitätsklinikums Bonn, Venusberg-Campus 1, 53127 betrieben werden.

Umfang der Auftragsvergabe

1.630.215,84
EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

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Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

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53127
Bonn
Deutschland
DEA22

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

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Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

Begründung der Direktvergabe

Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist

Das UKB beabsichtigt, das Gerät im Rahmen eines
Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 Abs. 5 VgV zu beschaffen. Dabei konnte ausschließlich mit der Bruker BioSpin GmbH & Co. KG verhandelt werden. Dieses Vorgehen ist mit Blick auf § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV zulässig, weil technische Alleinstellungsmerkmale bestehen.
Ein bedeutender Schwerpunkt der AG Kardiovaskuläre Bildgebung ist die Entwicklung neuer Methoden und Anwendungen für die Kleintier-MRT insbesondere für die Herzbildgebung. Diese neuen Techniken finden durch die Integration des MR-Systems als Core Facility unmittelbar Anwendung. Die technische Ausstattung des beantragten NMR-Spektrometers mit Microimagingeinheit nach dem aktuellen Stand der Technik ist dabei maßgeblich zur Umsetzung der derzeitigen und geplanten Forschungsprojekte. Neben Experimenten an ex vivo Gewebeproben und Organoiden zur MR-Mikroskopie sind hauptsächlich Messungen an Mäusen geplant, wodurch sich die allgemeinen Geräteanforderungen begründen. Um trotz der kleinen Proben-/Körpermaße Bilder mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung für die Analyse von funktionellen und molekularen/metabolischen aber auch morphologischen Organveränderungen akquirieren zu können, sind hohe Magnetfelder unabdingbar. Es haben sich hohe Feldstärken von 9.4 T als die beste Option in Bezug auf Bildauflösung, Signal-Rausch-Verhältnis und Feldhomogenität erwiesen. Ferner muss die Betriebssoftware des Scanners über vielseitige Bildgebungs- und Spektroskopie-Sequenzen mit entsprechenden Sourcecodes verfügen. Diese müssen in eine Programmierumgebung eingebettet sein, so dass die Modifikation bestehender sowie die Implementierung neuer Pulssequenzen gewährleistet ist. Dadurch kann auch zukünftig die Entwicklung neuer projektspezifischer Pulssequenzen sichergestellt werden. Von Anfang an lag die Entscheidung auf einem 400 MHz WB NMR-Spektrometer mit Microimagingeinheit. Diese Geräte zeichnen sich durch eine sehr hohe Feldstabilität und starke Gradientenfelder aus, die ideale Voraussetzungen für spektroskopische und spektroskopisch-bildgebende Verfahren wie CEST (Chemical Exchange Saturation Transfer) bieten und zudem optimale Bedingungen für hochauflösende, insbesondere mikroskopische Bildaufnahmen mittels DTI (Diffusion Tensor Imaging) schaffen.
Ferner können im Vergleich zu traditionellen horizontalen Kleintier-MR-Tomographen sowohl die Gerätekosten als auch Folgekosten/Wartungskosten so gering wie möglich gehalten werden - Kostenersparnis ca. 50%, bei gleichzeitig höherer Feldstabilität.
Um in der experimentellen MRT für verschiedene Projekte und Fragestellungen die optimale technische Konfiguration zu etablieren (u.a. Spulen-Setup, Gradientenstärke), müssen verschiedene instrumentelle Möglichkeiten mit spezifischen Stärken zur Verfügung stehen. Durch Kompromisse in der Scanzeit, in der Bildauflösung, im Gewebekontrast und in der Objektgröße kann das optimale Spulen-Setup sowie die optimale Gradientenstärke für ein spezifisches Objekt und eine spezifische Fragestellung festgelegt werden. In Anlehnung an die aktuellen und zukünftigen Projekte sind die folgenden Spezifikationen notwendig. Zur optimalen Bildgebung von sowohl mikroskopischer Strukturen in ex vivo Proben als auch von in vivo Studien an der Maus muss das 400 MHz WB NMR-Spektrometer über folgende Komponenten verfügen: Betriebssystem mit Programmierumgebung und vielfältigen Sequenzen, Akquisitionsstrategien und Bildrekonstruktionsalgorithmen, Microimaging-Hardware, Gradientensysteme mit unterschiedlichen Gradientenstärken, Unterschiedliche Spulen-Setups, eine Cryoplattform für eine Cryospule. Es gibt zahlreiche Firmen, die NMR-Spektrometer anbieten, darunter Bruker, Jeol, Thermo Fisher Scientific, Oxford Instruments, Nanalysis, Anasazi Instruments, Q Magnetics und Magritek. Hochfeld-NMR-Spektrometer mit einer Feldstärke von 9,4 T werden jedoch ausschließlich von Bruker und Jeol angeboten. Die Geräte der Firma Jeol verfügen weder über eine Microimagingeinheit zur Akquisition von Bilddaten noch über die für eine hochaufgelöste Bildgebung erforderlichen Gradientenstärken (1,5 T und 3 T). Sie ermöglichen daher lediglich die Erfassung spektroskopischer Daten, nicht jedoch die Durchführung bildgebender Verfahren. Zudem fehlt entsprechendes in vivo Zubehör einschließlich Monitoring zur Durchführung von in vivo Messungen sowie zur Synchronisation von Atmung und Herzschlag mit der Datenakquisition (siehe Stellungnahme anbei). Damit erfüllt ausschließlich die Firma Bruker als Hersteller die für das beantragte Gerät erforderlichen Spezifikationen. Verschiedene Patente unterstreichen diese Alleinstellungsmerkmale.
Nachfolgend werden die Geräteanforderungen mit projektspezifischen Zielstellungen begründet:
Magnetfeld: Die Magnetfeldstärke soll 9,4 T betragen. Dadurch kann der beste Kompromiss in Bezug auf Bildauflösung, Signal-Rausch-Verhältnis und Feldhomogenität für ein großes Probenkollektiv im Rahmen von ex vivo und in vivo Studien erreicht werden.
Microimagingeinheit: Das Microgradientensystem eines NMR-Spektrometers mit Microimagingeinheit ermöglicht die präzise Erzeugung von Gradienten in allen drei Raumrichtungen (X, Y, Z) und bildet damit die Grundlage für eine hochauflösende dreidimensionale Bildgebung. Durch die Kombination von Slice Selection, Phase Encoding und Frequency Encoding können sowohl volumetrische anatomische Bilder als auch spektroskopische Daten mit räumlicher Auflösung erzeugt werden.
Betriebssystem: Das Betriebssystem Paravision von Bruker ist eine spezialisierte Softwareplattform für die Steuerung und Auswertung von präklinischen MRT- und MRS-Messungen und in der Basisausstattung enthalten. Es integriert sämtliche Schritte des Workflows - von der Sequenzprogrammierung und -steuerung über die Datenaufnahme bis hin zur Rekonstruktion und Auswertung der Bild- und Spektraldaten.

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt

Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

Entfällt
Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Sonstiges / Weitere Angaben

Einlegung von Rechtsbehelfen

135 GWB Unwirksamkeit: (1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber 1. gegen § 134 verstoßen hat oder 2. den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union
vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist. (2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht
worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der
Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union. (3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn 1. der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist, 2. der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und 3. der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens zehn Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde. Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung
einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen. § 160 GWB Einleitung, Antrag (1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch
Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht. (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen
Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Zusätzliche Informationen

Gradientensystem: Bildqualität insbesondere Auflösung und Signaldetektion hängen neben der Feldstärke maßgeblich vom Gradientensystem ab. Für die laufenden und geplanten Projekte werden 3 verschiedene bildgebende Gradientensysteme benötigt: Mini0.75 grad (475 mT/m), MICRO2.5 grad (1,5 T/m) and MICRO5 grad (3 T/m).
HF-Verstärker/-Kanäle: Ein Schwerpunkt der geplanten Forschungsarbeiten wird in der Untersuchung des myokardialen Energiestoffwechsels in unterschiedlichen Mausmodellen kardiovaskulärer Erkrankungen (Myokarditis, Infarktmodell) liegen aber auch in der longitudinalen Detektion von Stoffwechselveränderungen und Immunreaktionen u.a. in der Niere, Leber und Milz unter Sepsis sowie unter dem Einfluss von Umweltfaktoren. Am beantragten Gerät sollen dazu heteronukleare MR-spektroskopische und bildgebende Verfahren (siehe Rubrik Spulenausstattung) an verschiedenen Organen etabliert werden. Das MRT-System muss daher über einen Mehrkanalbetrieb verfügen, um neben der Protonenfrequenz eine zweite heteronukleare Frequenz bei Entkopplung von der Protonenfrequenz anregen zu können.
HF-Spulenausstattung: Transmitter- und Empfangsspulen mit unterschiedlichem Durchmesser (10 mm, 25 mm, 30 mm, 35 mm, 40 mm) und für verschiedene X-Kerne sind in Kombination mit den unterschiedlichen Gradientensystemen unabdingbar und aufgrund der unterschiedlichen Fragestellungen notwendig. Zur Entwicklung verschiedener Kontrastmittel oder zur Bildgebung mikroskopischer Strukturen ex vivo werden Volumenspulen mit kleinem Innendurchmesser (10 mm) und hoher Sensitivität benötigt (Spuleninsert 10 mm, Cryospule).
Im Rahmen einer Markterkundung hat sich gezeigt, dass außer der Bruker BioSpin GmbH & Co. KG kein weiterer Lieferant ein Gerät anbieten kann, das alle vorgenannten Anforderungen erfüllt.
Eine "vernünftige" Alternative im Sinne von § 14 Abs. 6 VgV zu der Beschränkung des Beschaffungsgegenstands auf das Gerät des Herstellers Bruker ist vorliegend nicht ersichtlich. Es ist nicht möglich, die mit den o. g. Alleinstellungsmerkmalen verbundene Leistungsfähigkeit im vorgesehenen Einsatzzweck mittels Geräten anderer Hersteller zu realisieren. Dazu ist auf die vorstehenden Ausführungen zu den einzelnen Merkmalen zu verweisen.

Ergebnis

Angaben zum Auftrag

Angaben zur Rahmenvereinbarung

EUR
EUR

Vertrag

Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben

2025_08_01
MW450
Bezuschlagte Wirtschaftsteilnehmer

Name und Anschrift des Hauptauftragnehmers

Bruker BioSpin GmbH & Co. KG
DE362916828
Großunternehmen
Rudolf-Plank-Str. 23
76275
Ettlingen
Deutschland
DE123
Ja
Vergabe von Unteraufträgen

Vergabe von Unteraufträgen

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Angaben zum Auftrag

Informationen zum Vertragsabschluss

31.07.2026

Angaben zum Wert des Auftrags

EUR

Angaben zum Angebot

22481452