Die unter II. ausgeführten Ziele sollen durch die folgenden Arbeitsschritte erreicht werden:
- Bewertung des hiPSC-basierten Laborprozesses im Hinblick auf GMP und regulatorischer Anforderungen sowie Vorbereitung des Technologietransfers zum Auftragnehmer
- Etablierung geeigneter Qualitätskontrollen für das stammzellbasierte ATMP
- Etablierung eines GMP-gerechten Produktionsprozesses unseres hiPSC-basierten Zellproduktes, der auf den industriellen Maßstab übertragen werden kann
- Upscaling der Produktion und Bereitstellung einer Zellcharge für die PoP-Studie
- Regulatorische Begleitung des Vorhabens
Im Angebot sind die gewählte Methodik und die konkrete Vorgehensweise zur Erfüllung der in den aufgeführten Arbeitspaketen geforderten Leistungen ausführlich darzustellen. Die Beschreibung soll hinreichend konkrete Angaben dazu enthalten, welche Vorgehensweise und welche einzelnen Arbeitsschritte in der Bearbeitung der Teilaufgaben gewählt werden. Es ist ein hinreichend detaillierter Arbeits-, Zeit-, Meilenstein- und Ressourcenplan inklusive Reisetätigkeit beizufügen.
Es ist ein angemessener Personal- und Sachmitteleinsatz anzusetzen, der die vollständige termingerechte Bearbeitung des gesamten Aufgabenumfangs bei gleichbleibend hoher wissenschaftlicher Qualität sicherstellt.
AP 1: Prozessbewertung und Technologietransfer (M1-M3)
Schwerpunkt dieses Arbeitspakets ist Bewertung des Laborprozesses und die Entwicklung eines GMP-konformen Herstellprozesses für unseren hiPSC-basierten ATMP-Kandidaten. Bestehende Methoden werden auf ihre GMP-Fähigkeit analysiert und in der Einrichtung des Auftragnehmers etabliert und bewertet, bevor das Upscaling erfolgt. Parallel werden eine Risikoanalyse sowie die regulatorische Prüfung der Qualitätskontrollen vorgenommen. Dabei sollen alle relevanten Gesetze und Verordnungen (etwa AMG/AMWHV/EU-GMP Leitfaden für ATMPs) mit einbezogen werden.
Ergebnis (Meilenstein 1): Übergabe einer detaillierten Prozessübersicht inklusive standardisierter Arbeitsanweisungen, Risikobewertung und eines Maßnahmenplans für die Folgeschritte in einem schriftlichen Bericht.
AP 2: Entwicklung und Anpassung der Qualitätskontrollen für den Herstellprozess (M3-M15)
Ziel dieses Arbeitspakets ist die Etablierung von Assays für die Qualitätskontrollen des hiPSC-basierten Zapfen-PR-Produkts. Die Strategie soll sowohl In-Prozess- als auch Freigabekontrollen umfassen. Kontrollen sollen beispielsweise Phänotypisierung über alle Herstellstufen hinweg sowie Zellzahl- und Vitalitätsmessungen enthalten. Zur Gewährleistung der Sicherheit und genetischen Stabilität sollen spezifische Karyotyp- und Pluripotenzanalysen etabliert werden. Diese sollen im Hinblick auf einen späteren klinischen Einsatz und ein potentielles Zulassungsverfahren erfolgen und auf GMP-Leitlinien basieren.
AP 3: GMP-gerechtes Upscaling (M3-M15)
Der Herstellprozess unseres hiPSC-basierten Zapfen-PR-Produkts soll auf den klinischen Maßstab skaliert werden, wobei Möglichkeiten zur Automatisierung (beispielsweise in Bioreaktoren) geprüft werden sollen. Ziel ist eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Produktion für die allogene Anwendung. Im Rahmen des Entwicklungsprozesses sollen alle Prozessschritte, die Dokumentation sowie die In-Prozess-Kontrollen im Rahmen einer Testproduktion validiert werden. Das produzierte Zellmaterial dient für die anschließend geplante in vivo-Studie. Eine enge Koordination über alle Details der Bereitstellung des Zellmaterials werden im Projektverlauf gemeinsam abgestimmt. Die bereitzustellende Mindestzellzahl beträgt 50 Millionen Zellen.
Ergebnis (Meilenstein 2): Durchführung des Upscalings und Testproduktion und mit angepassten Qualitätskontrollen. Der Auftragnehmer übergibt anschließend das Zellmaterial sowie einen schriftlichen Abschlussbericht.
AP 4: Regulatorik (M1-15)
Begleitend zu den AP1-3 wird Unterstützung bei regulatorischen Angelegenheiten im Hinblick auf GMP-relevante Fragen, der konzeptionellen Strategie auf dem Weg zur Zulassung und der klinischen Umsetzung eines hiPSC-basierten ATMP und speziell einer klinischen Zapfen-PR-Zellersatz-Therapie erwartet.