Das Universitätsklinikum Düsseldorf beabsichtigt die Beschaffung eines Hyperpolarisators für den Forschungsneubau CARDDIAB.
Es handelt sich dabei um ein Gerät zur Erzeugung einer 13C-markierten Lösung (mindestens Pyruvat), dessen Polarisationsgrad über dem durch die Boltzmann-Statistik zu erwartenden Polarisationsgrad liegt (hyperpolarisiert). Im Folgenden wird solch eine Lösung "Probe" genannt.
Die Menge und der Polarisationsgrad der Proben müssen in einer Größenordnung erzeugt wer-den, dass die Forschung an Schweinen (ca. 150 kg). Idealerweise ist perspektivisch eine Anwendung am Menschen möglich.
Eine applizierbaren Probe sollte daher ein Volumen von ca. 40 ml aufweisen und der Polarisationsgrad nach Abschluss der Erzeugung mehr als 10 % betragen.
Folgende Ausführungen sind zugelassen:
- Dynamische Kernpolarisation
Das Ausgangsmaterial der Probe wird tiefgekühlt in ein Magnetfeld mit Flussdichte größer/gleich 5 T verbracht. Durch Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen geeigneter Frequenz werden die Spins der durch Temperatur und Magnetfeld polarisierten Elektronen auf den 13C-Kern übertragen.
- Parawasserstoff-induzierte Polarisation
Das Ausgangsmaterial der flüssigen Probe wird zusammen mit einem Trägermolekül in einer Lösung mit Para-Wasserstoff hydrogeniert. Durch geeignete Modulierung eines zeitlich veränderlichen Magnetfeldes wird die Übertragung des Kernspins vom Parawasserstoff auf den 13C-Kern unterstützt. Nach Trennung vom Trägermolekül wird die hyperpolarisierte Probe in die Spritze zur Applikation verbracht.
- Weitere Verfahren
Auch andere als hier beschriebene Verfahren sind zugelassen. Bitte beschreiben Sie bei Ein-reichen Ihre Interessensbekundung in diesem Fall das Verfahren und legen entsprechende Studien bei.
Das Gerät wäre bei Beauftragung mit allen evtl. erforderlichen Nebenaggregaten wie Vakuum-pumpen, Kühlaggregaten, Elektrounterverteilungen etc. zu liefern und betriebsbereit zu installieren.
Die Installation und Inbetriebnahme muss bis zum 31.07.2027 erfolgen.