Projektbeschreibung:Die ehemalige katholische Pfarrkirche St. Lambertus in Bürgewald (ehemals: Morschenich-Alt) soll mit den angrenzenden Objekten Pfarrhaus, Pfarrheim und Trauerhalle sowie den umgebenden Freianlagen zu einem "neuen gemeinschaftlichen Ort" des Dorfes umgebaut werden. Das Gesamtprogramm umfasst ca. 1.360 m2 BGF und ist auf fünf größtenteils eingeschossige Baukörper mit Teilunterkellerung verteilt. Zu den künftigen Nutzungen gehören u.a. ein Versammlungsraum für ca. 150 Personen, ein Treffpunkt mit Kochgelegenheit ("Dorfküche"), ein Pavillon mit Multifunktionsräumen ("Zukunftswerkstatt"), eine Werkhalle ("Haus des Machens") sowie ein Wellnessangebot ("Dorfsauna"), jeweils inkl. Nebenräumen, Sanitäranlagen und Büros.
Beschreibung der freiberuflichen Leistung:Die hier ausgeschriebenen Leistungen umfassen die Technische Ausrüstung gem. Teil 4, Abschn. 2, §§53 ff HOAI (2021) in den Leistungsphasen 1-9 sowie besondere Leistungen in den LPH 2, 3, 5 und 9 in den Anlagengruppen 1-8. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, d.h. zunächst für die LPH 1-5 und optional für die LPH 6-9. Die besonderen Leistungen betreffen u.a. das Erstellen und Fortschreiben des technischen Teils eines Raumbuches, die Leerrohrplanung mit besonderem Aufwand (auch in Bezug auf vorgefertigte Holzbauelemente), das Energiemonitoring innerhalb der Gewährleistungsphase, die Mitwirkung bei den jährlichen Verbrauchsmessungen aller Medien, den Vergleich mit den Bedarfswerten aus der Planung sowie Vorschläge für die Betriebsoptimierung und zur Senkung des Medien- und Energieverbrauches.
Das Projekt erfordert eine vollständige Neuplanung der Technischen Ausrüstung der ehem. Kirche und der Nebengebäude mit dem Ziel einer Klimaneutralität im Betrieb (genereller Verzicht auf fossile Energieträger). Besondere Herausforderungen des Projekts liegen u.a. in der Tatsache, dass die TGA in der ersten Betriebsphase mit der vorhandenen, veralteten Infrastruktur kompatibel sein muss, langfristig aber in eine neue, sektorübergreifenden Infrastruktur integriert werden soll (u.a. Nahwärmenetz, Smart Grid). Zusätzliche Herausforderungen liegen in der Vorschädigung der Kirche durch ein Brandereignis, dem teilweise mangelhaften Erhaltungszustand der Bestandsgebäude sowie den ermittelten Schadstoffvorkommen und Verunreinigungen. Teile der Kirche sowie das Erdreich des gesamten Planungsgebietes stehen unter (Boden-) Denkmalschutz, so dass die Planung und Ausführung erdverlegter Versorgungsleitungen in Abstimmung mit den Fachbehörden erfolgen müssen. Da das Projekt öffentlich gefördert wird, sind die Förderbedingungen, u.a. in Bezug auf Nachhaltigkeit, Klimafreundlichkeit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit verbindlich einzuhalten. Darüber hinaus soll das Projekt ein Pilotprojekt im Bereich des zirkulären Bauens werden, bei dem Baustoffe und Bauelemente aus dem Bestand z. T. wiederverwendet oder über Baustoffbörsen weitervermittelt werden ("Urban Mining").
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Mit Vertragsabschluss wird der Auftragnehmerzunächst mit den Grundleistungen und besonderen Leistungen der Leistungsphasen 1-5 beauftragt. Die Beauftragung der nachfolgenden Leistungsphasen 6-9 sowie der besonderenLeistungen erfolgt schriftlich und separat durch den AG.Die in den einzelnen Leistungsphasen zu erbringenden Grundleistungen und besonderenLeistungen sind in der Anlage 6 (Leistungsbild) zum Vertrag eindeutig benannt undentweder als "Auftrag" oder "Abruf" markiert. Damit sind sie mit Vertragsschluss entwederunmittelbar beauftragt oder zum optionalen späteren Abruf vorgesehen.Ein Rechtsanspruch des Auftragnehmers auf Weiterbeauftragung oder einen Abruf deroptionalen Leistungen besteht nicht. Die Einzelheiten zur stufenweisen Beauftragungsind dem Mustervertrag zu entnehmen.
1. Die Beschaffung erfolgt durch die NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH (Treuhänderin der Gemeinde Merzenich)2. Die Zuschlagskriterien umfassen: A) Projektorganisation (10%), B) Bearbeitungskonzept und Herangehensweise (30%), C) Steuerungsinstrumente (20%), C) Preis (40%)
Gem. § 160 Abs. 3 GWB
Fragen werden ausschließlich über diese Vergabeplattform beantwortet. Mündliche/Telefonische Anfragen oder Anfragen per Post oder E-Mail können aus Gründen der Dokumentationspflicht und der Gleichbehandlung nicht beantwortet werden. Sofern die Antworten auf Fragen für alle Bewerber/Bieter von Interesse sein können, werden sie in anonymisierter Form allen Bewerbern/Bietern zur Verfügung gestellt.
Die Unterlagen sind ausschließlich digital bis zur genannten Frist einzureichen. Teilnahmeanträge/Angebote, die verspätet eingehen, können nicht berücksichtigt werden.
Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein vollständig elektronisches Verfahren. Bitte verwenden Sie für den Upload Ihrer Unterlagen ausschließlich den eingerichteten Submissionskanal der Vergabeplattform. Die Unterlagen dürfen in keinem Falle per Mail oder über die Kommunikationsplattform des Vergabemarktplatzes zugesendet werden, da diese so nicht ordnungsgemäß submittiert werden können. Bei Verstößen gegen den vorgeschriebenen Weg der Einreichung der Unterlagen, führt dies zum sofortigen formalen Ausschluss.
Der öffentliche Auftraggeber behält sich vor, die Ausführung des Auftrages in der Reihenfolge des Ausschreibungsergebnisses den Bietern anzutragen, die im Vergabeverfahren ein wirtschaftlich annehmbares Angebot abgegeben haben, wenn der zuvor beauftragte Auftragnehmer wegen Kündigung oder aus anderen Gründen endgültig ausfällt.
Unvollständige Teilnahmeanträge / Angebote, insbesondere solche ohne die geforderten Erklärungen bzw. Nachweise, werden vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. Die Erklärungen und Nachweise sind mit dem Teilnahmeantrag/dem Angebot abzugeben bzw. vorzulegen. Die Auftraggeberin behält sich jedoch vor, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Unterlagen wie Erklärungen und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung / der Angebote benötigt werden, gemäß § 56 Abs. 2 VgV nachzufordern.
03.1 Qualifikationsnachweise Projektleitung (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Nachweise der Qualifikation der vorgesehenen Gesamtprojektleitung:
1. Erfolgreich abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Hochschulstudium (Universität, Technische Hochschule oder Fachhochschule) in der Fachrichtung Versorgungstechnik, Technische Gebäudeausrüstung, Gebäudetechnik, Energie- und Gebäudetechnik oder vergleichbaren technischen Fachrichtung.
2. Mitgliedschaft in einer Ingenieurkammer
3. Mehrjährige einschlägige Berufserfahrung in der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung, nachgewiesen durch einen berufsbezogenen Lebenslauf
4. Verantwortliche Gesamtprojektleitung bei vergleichbaren Vorhaben, nachgewiesen durch eine Referenzliste
03.2 Qualifikationsnachweise stellv. Projektleitung (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Nachweise der Qualifikation der vorgesehenen stellvertretenden Gesamtprojektleitung:
04.1 Referenzen (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung): Um die Vergleichbarkeit der in dem/den Referenzprojekt/en erbrachten Leistungen besser nachvollziehen zu können, sind dem Teilnahmeantrag ergänzende Erläuterungen und Plandarstellungen zu den Referenzen auf jeweils maximal zwei DIN A4-Seiten beizufügen. Diese sind im Registerblatt "Anlagen" als Teil des Teilnahmeantrages aufzuführen.
2.1.1 Leistungsfähigkeit - Mitarbeiter - Anzahl qualifizierter Mitarbeiter:Durchschnittliche Anzahl fest eingestellter Ingenieure im Tätigkeitsbereich in den letzten drei Kalenderjahren
2.1.2 Leistungsfähigkeit - Jahresgesamtumsatz - Jahresgesamtumsatz, netto:Durchschnitt der letzten drei abgeschossenen Geschäftsjahre
2.2.1 Qualifikation - Gesamtprojektverantwortlicher - Gesamtprojektverantwortlicher:Berufsjahre alsverantwortlicher Gesamtprojektleiterfür alle Anlagengruppen
2.2.1 Qualifikation - stellv. Gesamtprojektverantwortlicher - Stellvertretender Gesamtprojektverantwortlicher:Berufsjahre als verantwortlicher oderstellvertretender Gesamtprojektleiterfür alle Anlagengruppen
2.3.1 Referenz 1
2.3.1 Referenz 2
Einzureichende Unterlagen:
* Mit dem Teilnahmeantrag** Mittels Eigenerklärung:- 01.1 Bewerberformular einschl. Teilnahmeantrag sowie allen geforderten Erklärungen und Nachweisen** Mittels Dritterklärung:- 02.1 Versicherungsnachweis: Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Deckungssummen:3,0 Mio. EUR für Personenschäden2,0 Mio. EUR für Sach- und VermögensschädenMaximierung bei juristischen Personen: jeweils 2-fachMaximierung bei natürlichen Personen: jeweils 2-fach