Das Universitätsklinikum Düsseldorf beabsichtigt, eine Bettenstation im Bestand zu einer modernen nuklearmedizinischen Therapiestation umzubauen und funktional anzupassen. Hintergrund dieser Maßnahme ist die derzeit fehlende Möglichkeit, nuklearmedizinische Therapien stationär am UKD durchzuführen. Die Etablierung einer eigenen Bettenstation ist jedoch zwingend erforderlich, um sowohl die bestehende Patientenversorgung zu sichern als auch zukünftige Entwicklungen in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie, insbesondere im Bereich der sogenannten Theranostik, umsetzen zu können.
Die nuklearmedizinische Behandlung stellt dabei einen integralen Bestandteil moderner onkologischer Versorgung dar. Viele der eingesetzten Therapien erfordern aufgrund der verwendeten offenen radioaktiven Stoffe eine stationäre Durchführung unter besonderen strahlenschutzrechtlichen Bedingungen. Ohne eine entsprechende Infrastruktur ist eine vollständige Behandlung der Patienten am UKD nicht möglich. Die Umsetzung des Projekts trägt darüber hinaus zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Universitätsklinikums als onkologisches Zentrum sowie zur Stärkung von Forschung und Lehre bei. Ziel des Projekts ist es daher, eine funktionsfähige, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende und zukunftsfähige Therapiestation mit insgesamt zehn Betten zu realisieren.
Gegenstand dieser Beschaffung sind - Objektplanung für Gebäude gem. HOAI § 34 (LPH 5-8) für die Errichtung einer Bettenstation in Gebäude 13.52
Operative Projektleitung, Gewichtung: 6%Stellv. operative Projektleitung, Gewichtung: 6%Team, Verfügbarkeit, Kapazitäten, Präsenz, Gewichtung: 8%
Innerhalb des Zuschlagkriteriums Vorstellung und Arbeitsweise des Bieters/Projektteams werden folgende Mindestanforderungen gestellt:Operative Projektleitung:- mindestens 10 Jahre Berufserfahrung als Projektleitung - mindestens 1 abgeschlossene persönliche Referenz aus dem klinischen BereichStellv. Projektleitung:- mindestens 10 Jahre Berufserfahrung als Projektleitung - mindestens 1 abgeschlossene persönliche Referenz aus dem klinischen Bereich
Projektanalyse / Herangehensweise Projektbearbeitung: 18 %Kosten: 4 %Termine: 4 %Qualitäten: 4 %
Inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit des Angebotes
Gesamtsumme Bewertungshonorar
Bewerberfragen sind 7 Tage vor Ablauf der Teilnahmefrist schriftlich über die Vergabeplattform an die Submissionsstelle zu richten.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei Beanstandungen im Hinblick auf das hiesige Vergabeverfahren die Bewerber Verstöße gegen Vergabevorschriften, die sie erkannt haben, gegenüber der Vergabestelle innerhalb von 10 Kalendertagen zu rügen haben und weiterhin Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in diesen Teilnahmeunterlagen für diesen Teilnahmewettbewerb oder den Vergabeunterlagen zur Abforderung sogenannter indikativer Angebote (Erstangebote gemäß § 17 Abs. 4 Satz 1 VgV) erkennbar sind, von den Bewerbern spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe der indikativen Angebote gegenüber der Vergabestelle zu rügen sind (vgl. § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1, 2 und Nr. 3 GWB), damit die Bewerber für den Fall, dass der Rüge nicht abgeholfen wird, ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer anstreben können.Sofern die Vergabestelle einer Rüge nicht abhilft, kann der betreffende Bewerber nur innerhalb von längstens 15 Kalendertagen nach Eingang des Antwortschreibens an den Rügenden diesbezüglich ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer einleiten (vgl. § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB). Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen und Rügen ergeben sich aus § 160 Abs. 3 GWB. Soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind, ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig.
Unterlagen werden gem. VgV nachgefordert, sofern zulässig.
Eigenerklärung des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft, dass sein/die Unternehmen gewerberechtlich ordnungsgemäß angemeldet ist/sind bzw. entsprechende gewerbliche Erlaubnisse erteilt worden sind und dass es/sie im entsprechenden Register eingetragen ist, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Nachweis der Berufszulassung durch Eintragung in ein Berufs- oderHandelsregister - Auszug als Nachweis nicht älter als 12 Monate ab EU-Bekanntmachung dieser Ausschreibung - ist mit dem Teilnahmeantrag für den Bewerber/jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen.
Durchschnittlicher Nettojahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre inkl. etwaiger Nachunternehmer mind. 400.000 EUR netto im Leistungsbild Objektplanung (Mindestkriterium).Gesamtgewichtung: 10%Mind. 500.000 Euro: 10 PunkteMind. 750.000 Euro: 20 PunkteMind. 1.000.000 Euro: 30 Punkte
Details können der beiliegenden Bewertungsmatrix entnommen werden.
Unter Berücksichtigung der Besonderheit der Aufgabenstellung wird eine durchschnittliche Mindestbeschäftigtenzahl über 3 Jahre von 4 Mitarbeitern gefordert. (Ausschlusskriterium!)Gesamtgewichtung: 10%Personelle Kapazität der durchschnittlichen Anzahl der festangestellten technischen Mitarbeiter in Vollzeit (Architekten/ Ingenieure einschl. Büroinhaber) der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre inkl. etwaiger Nachunternehmer mit deren Leistungsanteil. Mind. 5 Mitarbeiter: 10 PunkteMind. 7 Mitarbeiter: 20 PunkteMind. 9 Mitarbeiter: 30 Punkte
Mindestanforderung: Mindestens 1 Referenz aus 3.3.1 und 3.3.2 (Matrix Eignungskriterien) erfüllt alle Mindestanforderungen nach a (Ausschlusskriterium)
- Büroreferenzen für vergleichbare Leistungen (Gesamtgewichtung: 80%):Es kann für die Referenzen 1 bis 2 jeweils eine Referenzbescheinigung des Auftraggebers vorgelegt werden. Eigendarstellung jeweils auf max. 2 Blatt DIN A4 (bei Nicht-Vorlage der Eigendarstellung kann die jeweilige Referenz nicht gewertet werden)
Referenz 1, Architektur - Umbau / Sanierung (Gesamtgewichtung 50%)Mindestanforderungen wie folgt (bei Nichterfüllung wird die Referenz mit NULL Punkten gewertet):- abgeschlossenes Bauvorhaben (bauliche Fertigstellung / Abnahme - im Zeitraum 01.07.2016 bis 30.06.2026)- Referenz aus Leistungsbild Objektplanung Gebäude im Sinne HOAI § 34 HOAI - Umbau / Sanierung eines Gebäudes / Gebäudeteils aus dem klinischen Bereich (z.B. Krankenhaus, (Uni)-Klinik, Forschungsgebäude, Labor, medizin. Praxis) mind. HZ III gem. Objektliste HOAI Anlage 10.2
Referenz 2, Architektur - Neubau / Anbau (Gesamtgewichtung 30%)Mindestanforderungen wie folgt (bei Nichterfüllung wird die Referenz mit NULL Punkten gewertet):- abgeschlossenes Bauvorhaben (bauliche Fertigstellung / Abnahme - im Zeitraum 01.07.2016 bis 30.06.2026)- Referenz aus Leistungsbild Objektplanung Gebäude im Sinne HOAI § 34 HOAI- Neubau / Anbau eines Gebäudes / Gebäudeteils aus dem klinischen Bereich (z.B. Krankenhaus, (Uni)-Klinik, Forschungsgebäude, Labor, medizin. Praxis) mind. HZ III gem. Objektliste HOAI Anlage 10.2
Als Deckungssummen der geforderten Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung sind jeweils 5 Mio. EUR für Personenschäden inkl. Vermögensfolgeschäden wie auch 5 Mio. EUR für sonstige Schäden inkl. Vermögensfolgeschäden gefordert. Die Deckungssummen müssen 3-fach maximiert sein. Sofern eine objektbezogene Berufshaftpflicht abgeschlossen wird, muss die Deckungssumme mindestens 2-fach für die vertragsgegenständliche Baumaßnahme zur Verfügung stehen. Der Nachweis ist durch Vorlage der Erklärung zur Deckungszusage der Versicherung oder aber als Verpflichtungserklärung des Bewerbers zu erbringen, im Auftragsfall einen entsprechenden Versicherungsnachweis zu erbringen.
Erklärung Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (§ 123 GWB)Erklärung Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (§ 124 GWB)Siehe Eignungs- und Mindestkriterien