SuperMicro SSE-G3748R-SONIC:
Der SuperMicro SSE-G3748R-SONIC wird als identische Erweiterung der bestehenden Management- und BMC-Netzinfrastruktur des RCC beschafft. Die Beschaffung dient nicht dem Aufbau einer neuen, unabhängigen Netzwerklösung, sondern der Erweiterung des vorhandenen, bereits konfigurierten und betrieblich eingeführten Systems um zusätzliche Anschlüsse für Server-
Managementschnittstellen, Infrastrukturkomponenten und weitere RCC-Knoten. Das Modell stellt 48 RJ45-Anschlüsse mit 1 Gbit/s sowie sechs SFP28-Uplinks mit 10 beziehungsweise 25 Gbit/s bereit und ist ausdrücklich für die Verwendung als IPMI-/Management-
Switch oder als Daten-Switch ausgelegt. Es wird mit SONiC betrieben und verfügt über redundante Netzteile.
Die Modellgleichheit ist für den sicheren RCC-Betrieb erforderlich. Bestehende Konfigurationen,
Automatisierungen, Portbezeichnungen, Überwachungsregeln, Firmwareprozesse und Betriebsanweisungen können unverändert übernommen werden. Ebenso bleiben Netzteile,
Lüfterkonzept, Rack-Einbau, Verkabelung und vorhandene Ersatzteilstrategien einheitlich. Das reduziert die Fehlerwahrscheinlichkeit bei Installation, Wartung und Störungsbehebung. Ein Switch eines anderen Herstellers oder einer anderen Baureihe wäre lediglich hinsichtlich einzelner Portgeschwindigkeiten funktional ähnlich, jedoch nicht betrieblich identisch. Er würde eine zusätzliche Konfigurations- und Firmwareplattform, gesonderte Kompatibilitätstests sowie
separate Dokumentations- und Supportprozesse erfordern. Die Beschaffung desselben Modells ist daher die technisch und wirtschaftlich zweckmäßige Form, die bestehende RCC Managementinfrastruktur zu erweitern, ohne eine heterogene Parallelstruktur zu erzeugen.
Edgecore AS5835-54T BMS
Der Edgecore AS5835-54T BMS wird als identische Erweiterung der bestehenden 10-Gbit/s- Switching-Ebene des RCC benötigt. Mit dem Gerät werden zusätzliche Netzwerkanschlüsse für neue Rechen-, GPU- und Infrastrukturserver geschaffen, ohne die vorhandene Netzarchitektur oder die bereits eingeführten Betriebsverfahren zu verändern. Das Modell verfügt über 48 RJ45-Anschlüsse mit 10 Gbit/s sowie sechs QSFP28-Uplinks mit 100 Gbit/s. Es ist als Rechenzentrums- beziehungsweise Top-of-Rack-Switch für die Anbindung von Servern an eine übergeordnete 100-Gbit/s-Netzwerkstruktur ausgelegt. Bei der Beschaffung steht ausdrücklich die identische Erweiterung des bestehenden Systems im Vordergrund. Durch die Verwendung desselben Switchmodells bleiben Portaufteilung, Uplink-Struktur, Transceiver und Kabel, Luftführung, Netzteile, Firmware, Netzwerkbetriebssystem und
Konfigurationsvorlagen einheitlich. Vorhandene Automatisierungen, Monitoringregeln und Verfahren zur Sicherung und Wiederherstellung der Switchkonfiguration können ohne Anpassung
weiterverwendet werden. Die Modellgleichheit ist insbesondere für den redundanten Betrieb der Netzebene relevant. Unterschiedliche Switchplattformen können trotz nominell gleicher Ethernet-Geschwindigkeiten Abweichungen beim VLAN-, Routing-, Uplink-, Breakout- oder Fehlerverhalten aufweisen. Diese Unterschiede müssten vor dem produktiven Einsatz umfassend getestet und dauerhaft separat administriert werden. Mit dem AS5835-54T wird dagegen die Kapazität des bestehenden RCCNetzes erweitert, ohne neue technische Abhängigkeiten oder zusätzliche Betriebsrisiken einzuführen.
Edgecore AS7726-32X BMS:
Der Edgecore AS7726-32X BMS wird als identische Erweiterung der bestehenden 100-Gbit/s-Core- beziehungsweise Spine-Infrastruktur des RCC beschafft. Diese Netzebene verbindet die untergeordneten 10-Gbit/s-Switches, leistungsfähige Rechen- und GPU-Systeme sowie zentrale Speicher- und Infrastrukturkomponenten. Durch die zusätzlichen GPU-Server und weitere RCCSysteme steigt sowohl die Zahl der benötigten Anschlüsse als auch die zu übertragende
Datenmenge.Der AS7726-32X stellt 32 QSFP28-Ports mit jeweils 100 Gbit/s sowie zwei zusätzliche SFP+-Ports mit 10 Gbit/s bereit. Die QSFP28-Ports können bei Bedarf mittels Breakout-Verbindungen auch als 2 × 50, 4 × 25, 1 × 40 oder 4 × 10 Gbit/s genutzt werden. Das Modell ist ausdrücklich als Top-of-Rack- oder Spine-Switch für Hochleistungsrechenzentren ausgelegt. Für diese zentrale Netzebene ist die Modellgleichheit besonders wichtig. Nur durch die
Beschaffung desselben Switchtyps bleiben Switching-Eigenschaften, Port- und Breakout-Konfigurationen, unterstützte Transceiver, Firmwarestände, Konfigurationssyntax und Überwachungsverfahren einheitlich. Der neue Switch kann dadurch unmittelbar in die vorhandene RCC-Netzwerktopologie und die bestehenden Redundanz- und Betriebsverfahren aufgenommen werden.
Der Einsatz eines abweichenden 100-Gbit/s-Switches würde trotz vergleichbarer nomineller Bandbreite eine neue Hardware- und Softwareplattform in den zentralen Datenpfad einführen. Dies
würde zusätzliche Interoperabilitätsprüfungen, neue Ersatzteile, getrennte Firmware- und Konfigurationsverfahren sowie einen höheren Aufwand bei der Fehlersuche verursachen. Da der
AS7726-32X die bestehende RCC-Core-Infrastruktur nicht ersetzt, sondern identisch erweitert, ist die konkrete Modellwahl erforderlich, um die Betriebssicherheit, Wartbarkeit und langfristige
Investitionssicherheit des Gesamtsystems zu erhalten.