Mit dem B3-Haus als "Bürgerhaus für Begegnung und Bewegung" entsteht im Niederzierer Ortsteil Oberzier auf dem Gelände des Vereinsheims ein neuer Ort für das soziale, kulturelle und Vereinsleben der Gemeinde.Die Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung ist wegen des vorgesehenen Energie-, Lüftungs-, Elektro-, Sanitär- und Nutzungskonzepts in erheblichem Umfang erforderlich. Das Gebäude soll als öffentlich genutztes Bürgerhaus mit Bürgersaal, parallelen Nutzungsszenarien und energetisch ambitioniertem Konzept betrieben werden. Dadurch ergeben sich Anforderungen an Lüftung, Heizung, Kühlung, Sanitär, Elektro, Beleuchtung, PV, Steuerung, Medienversorgung und gegebenenfalls Gebäudeautomation.Wesentliche Schnittstellen bestehen zur Objektplanung, zur Bauphysik, zum Brandschutz, zur Tragwerksplanung, zur Freianlagenplanung und zur späteren Betriebsorganisation.
Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Durchführung einer Fachplanung Technische Ausrüstung.
GRUNDLEISTUNGEN: Gegenstand dieser Ausschreibung sind die vollständigen Grundleistungen gemäß § 51 HOAI für die Baumaßnahme des B3 Hauses. Die Leistungen sind stufenweise zu erbringen. Nach Abschluss der ersten Stufe ist der Auftraggeber verpflichtet, die Leistungen der nächsten Stufe abzurufen, soweit die Bewilligung des Förderantrags erfolgt ist. Die Leistungen richten sich nach den §§ 53-56 HOAI.- Leistungsphasen 1 - 8 Fachplanung TGA gemäß § 55 HOAI in zwei Beauftragungsstufen:o Beauftragungsstufe 1: LP 1o Beauftragungsstufe 2: LP 2 - 8 (vorbehaltlich Förderbescheid)
Zu den ausgeschriebenen Leistungen der TGA für das B3-Haus zählen insbesondere:- Strukturierung der TGA nach Anlagengruppen- Analyse und Bewertung der Anforderungen an die technische Gebäudeausrüstung für den Neubau basierend auf der Nutzung Bürgerhaus- Entwicklung eines integrierten, nachhaltigen TGA-Konzepts (HLS/ ELT/ GA)- Planung und Dimensionierung der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen- Planung und Dimensionierung der Elektroanlagen inkl. Beleuchtung, Sicherheits- und Informationstechnik- Planung der Gebäudeautomation (Regelung, Monitoring, Energiemanagement)- Konzeption und Integration erneuerbarer Energien (PV-Anlagen, Wärmepumpe, Regenwassernutzung etc.)- Brandschutztechnische Integration der TGA- Barrierefreie technische Ausstattung (z. B. Beleuchtung, Türsysteme, Leitsysteme)- Berücksichtigung von Akustik- und Schallschutzmaßnahmen insb. für den Veranstaltungssaal
BESONDERE LEISTUNGEN: Zusätzlich zu den Grundleistungen können folgende besondere Leistungen erforderlich werden. Sie werden im Angebot abgefragt und bei Bedarf beauftragt:- Planung der technischen Anlagen in den Freianlagen (KG 550)- Berechnung von Lebenszykluskosten (LP 3)- Erstellung des technischen Teils des Raumbuches (LP 3)- Leerrohrplanung mit besonderem Aufwand (Holz-Modulbau) (LP 5)- Objektbetreuung (LP 9)
Besondere Leistungen:- Berechnung von Lebenszykluskosten (LP 3)- Erstellung eines technischen Teils des Raumbuches (LP 3)- Leerrohrplanung mit besonderem Aufwand /Holz-Modulbau (LP 5)- Leistungsphase 9 Objektbetreuung
1. Die Beschaffung erfolgt durch die Starke Projekte GmbH im Namen und auf Rechnung der Gemeinde Niederzier, Rathausstraße 8, 52382 Niederzier2. Die Zuschlagskriterien umfassen: I.Organisation, Büro/Personal (10%), II.Bearbeitungs-/ Leistungserbringungskonzept (50%), davon: A) Allgemeine Herangehensweise (20%), B) Nachhaltigkeitskriterien (15%), C) Themenfelder (Gesamtkonzept & Nutzungsanforderungen) (15%), III.Preis (40%)
Die Nachhaltigkeitsziele sind in der Leistungsbeschreibung formuliert. Die Ausgestaltung bzw. Umsetzung der Ziele erfolgt im Rahmen der Gebäudeplanung bzw. der Lösungsansätze. Das B3-Haus steht dabei für Bürgerhaus für Bewegung und Begegnung und zielt auf die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes in Niederzier ab.
Nachhaltige Fassade, Rückbaubarkeit / Kreislaufwirtschaft, Wiederverwendung Bodenplatte etc.
Das B3-Haus steht für Bürgerhaus für Bewegung und Begegnung und zielt auf die Stärkung des sozialen Zusammenhaltens in Niederzier ab. Für alle Generationen soll hier ein übergreifendes Angebot geschaffen werden, das das soziale und gesellschaftliche Miteinander stärkt. Die TGA trägt maßgeblich zur Umsetzung der Realisierung des Gebäudes bei.
Gem. § 160 Abs. 3 GWB
1. KommunikationFragen werden ausschließlich über diese Vergabeplattform beantwortet. Mündliche/Telefonische Anfragen oder Anfragen per Post oder E-Mail können aus Gründen der Dokumentationspflicht und der Gleichbehandlung nicht beantwortet werden. Sofern die Antworten auf Fragen für alle Bewerber/Bieter von Interesse sein können, werden sie in anonymisierter Form allen Bewerbern/Bietern zur Verfügung gestellt.
2. Einreichung UnterlagenDie Unterlagen sind ausschließlich digital bis zur genannten Frist einzureichen. Teilnahmeanträge/Angebote, die verspätet eingehen, können nicht berücksichtigt werden.
3. Elektronisches VerfahrenBei diesem Verfahren handelt es sich um ein vollständig elektronisches Verfahren. Bitte verwenden Sie für den Upload Ihrer Unterlagen ausschließlich den eingerichteten Submissionskanal der Vergabeplattform. Die Unterlagen dürfen in keinem Falle per Mail oder über die Kommunikationsplattform des Vergabemarktplatzes zugesendet werden, da diese so nicht ordnungsgemäß submittiert werden können. Bei Verstößen gegen den vorgeschriebenen Weg der Einreichung der Unterlagen, führt dies zum sofortigen formalen Ausschluss.
4. Begrenzung der Bewerber für AngebotsaufforderungDie Zahl der für eine Angebotsabgabe zugelassenen Bieter wird auf die max. 5 wertungsbesten Bewerber beschränkt, die alle Eignungskriterien erfüllen. Bei Punktegleichheit entscheidet das Los.
5. SonstigesDer öffentliche Auftraggeber behält sich vor, die Ausführung des Auftrages in der Reihenfolge des Ausschreibungsergebnisses den Bietern anzutragen, die im Vergabeverfahren ein wirtschaftlich annehmbares Angebot abgegeben haben, wenn der zuvor beauftragte Auftragnehmer wegen Kündigung oder aus anderen Gründen endgültig ausfällt.
Der Auftraggeber (AG) behält sich vor, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, Unterlagen und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung / der Angebote benötigt werden, gem. § 56 VgV nachzufordern. Der AG wird jedoch nur Interessenten, die für die Teilnahme an der Angebotsphase in Betracht kommen / Bieter, die für den Zuschlag in Betracht kommen, auffordern.
Bewerberformular einschl. Teilnahmeantrag sowie allen geforderten Erklärungen und Nachweisen (Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung):
Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung - Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung mit den folgenden Deckungssummen: mind. 1.500.000 Euro für Personenschäden und mind. 1.500.000 Euro für Sach- und Vermögensschäden, 2-fach maximiert
Anzahl qualifizierte Mitarbeiter - Der alleinige Bewerber oder die Bewerbergemeinschaft muss mindestens zwei fachlich qualifizierte Fachkräfte (Ingenieure / Ingenieurinnen) im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre im Tätigkeitsbereich angestellt haben.
Qualifikation Projektleitung - Das Projektteam muss aus mindestens zwei Persoen bestehen. Die Person, die die Projektleitung übernehmen soll, muss folgende Mindestanforderungen erfüllen:- (Fach-)Hochschulabschluss Dipl.-Ing, Bachelor oder Master der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung (auch Versorgungstechnik, Gebäudetechnik, Elektrotechnik oder vergleichbar); alternativ: Abschluss der Fachrichtung Architektur mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung in der Planung Technischer Ausrüstung in entsprechenden Referenzprojekten; ein Nachweis des (Fach-)Hochschulabschlusses ist einzureichen.- mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in der Projektleitung im Bereich TGA; Eigenerklärung in Bewerberformularzur Qualifikation der 2. Person: s. Qualifikation stellvertretende Projektleitung
Qualifikation stellvertretende Projektleitung - Die Person, die die stellvertretende Projektleitung übernehmen soll, muss folgende Mindestanforderungen erfüllen:- (Fach-)Hochschulabschluss Dipl.-Ing, Bachelor oder Master der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung (auch Versorgungstechnik, Gebäudetechnik, Elektrotechnik oder vergleichbar; alternativ: Abschluss der Fachrichtung Architektur mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung in der Planung Technischer Ausrüstung in entsprechenden Referenzprojekten; ein Nachweis des (Fach-)Hochschulabschlusses ist einzureichen.- mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich TGA; Eigenerklärung in Bewerberformular
Referenzen - Nachweis von mindestens 2, maximal 3 Referenzen im Fachbereich "Technische Ausrüstung" im Hochbau,Jede wertbare Referenz muss folgende Kriterien erfüllen:I. Leistungsphasen 1-8 nach HOAIII. Einordung in Honorarzone II und Auftragsvolumen mindestens 50.000 Euro nettoIII. Auftragsdatum ab dem 01.01.2021Gefordert ist für den Nachweis der Referenzen jeweils pro Referenz eine Projektdarstellung (mind. 1 DIN A4 Seite, max. 2 DIN A4-Seiten) mit folgendem Inhalt:I. Projektname, II. Ort der Ausführung, III. Auftraggeber, IV. Durchführungszeitraum, V. kurze inhaltliche Beschreibung, VI. Bilder
Bewertung Referenzen - Komponenten - Wertungskriterium 1: Werden mit den Referenzen die Komponenten 1. PV, 2. Wärmepumpe, 3. Regenwassernutzung abgedeckt, wird dies mit Punkten bewertet. Die Komponenten können sowohl vollumfänglich mit einer Referenz als auch innerhalb der max. drei Referenzen abgedeckt sein. Die Punkte werden immer nur einmal pro Komponente vergeben. Wird eine Komponente durch mehrere Referenzen abgedeckt, wird hierfür 1 Punkt vergeben.
Bewertung Referenzen - öffentlicher Auftraggber - Wertungskriterium 2 Öffentlicher Auftraggeber: Wurde einer oder wurden mehrere der wertbaren Referenzen für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht, werden 3 Punkte vergeben. Wurde keine der wertbaren Referenzen für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht, werden keine Punkte vergeben.
Zahlungen werden abweichend von § 17 Abs. 1 VOL/B unter Berücksichtigung der monatlichen Mittelabrufe von Fördergeldern nach Maßgabe des Folgenden geleistet: Prüfbare und fällige Rechnungen, die bis zum 15. eines Monats eingegangen sind, werden in den Mittelabruf des laufenden Monats aufgenommen und nach Möglichkeit im Folgemonat ausbezahlt. Später eingereichte prüfbare und fällige Rechnungen werden in den Mittelabruf des Folgemonats aufgenommen und entsprechend in dem darauf folgenden Monat nach Möglichkeit ausbezahlt. Maßgeblich ist das Datum des tatsächlichen Rechnungseingangs.Falls Abschlagsrechnungen vereinbart sind, erfolgt die Zahlung auf Antrag gemäß § 17 Abs. 2 VOL/B in angemessenen Fristen, bei denen für die Fälligkeit der Zahlung der Mittelabruf von Fördergeldern, über die die beauftragte Leistung mitfinanziert wird, Berücksichtigung findet.§ 17 Abs. 3 bis 5 VOL/B bleibt unberührt.
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.
Die (Weiter-) Beauftragung ab der Beauftragungsstufe 2 (ab Leistungsphase 2) ist ausdrücklich von der Bedingung abhängig, dass Zuwendungen auf Grundlage der "Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen in Nordrhein-Westfalen"- in der aktuell gültigen Fassung - gewährt werden. Der Auftraggeber hat alles vorbereitet, um die Zuwendungen zu erhalten und darf - vorbehaltlich nicht von ihm zu beeinflussender Umstände - davon ausgehen, dass er sie auch erhält.