Art der Leistung
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen betreibt zur Erfüllung gewässerkundlicher Aufgaben (§89 LWG NRW) 12 Ultraschallanlagen, die sich über die Standorte Hagen, Duisburg, Recklinghausen und Lippstadt erstrecken. Die zu erbringende Leistung umfasst die Durchführung, Auswertung und Dokumentation der Funktionsprüfungen vorhandener Recheneinheiten/Datensammler, Sensorköpfe und Leitungen von 12 Ultraschalllaufzeitanlagen. Auf Basis der Ergebnisse sind die Anlagen entsprechend zu ertüchtigen und mit einer neuen Datenerfassungseinheit und/oder Ultraschallwandlern auszustatten. Die Messwerterfassung muss in der Lage sein die Signale der bestehenden Sensorik zu verarbeiten.
Umfang der Leistung
4.1 Besichtigung der US-Anlage vor Ort
a) Informationen zur Messstelle
b) Bilder von der Durchflussmessanlage
4.2 Prüfung der Funktionstüchtigkeit
a) Qualitätsprüfung zu allen vorhandenen Signalpfaden inklusive der Sensoren
- Signalpfad: Pfadlänge, Pfadwinkel, Einbauhöhe bezogen auf Pegellatte
- Sensor: Gemessener Widerstand, Isolationswiderstand, Prüfspannung, Max. Isolationsspannung
b) Durchführung von Tests und Kabelüberprüfungen (Qualitätsprüfung zu den elektrischen Werten der Kabel)
c) Überprüfung der Stationseinstellungen, der k-Werte, der Geometrie
d) Nennung der Winkel- und Höhenlagenbestimmung der Sensoren.
4.3 Befund der Anlage
a) Erstellung eines Gutachtens für jede Messstelle
- Erfassung der technischen Ausstattung
- Baujahr, Messelektronik Transmitter, Baujahr der Elektronik, Spannungsversorgung, Aufbau der Sensorkonfiguration (Anzahl der Ebenen sowie Sensoren, Art, Einbaujahr und Frequenz der Sensoren, Kabeltyp, Material des Außenmantels, Wasserstandsmessung, Datenübergabe)
- Bilder der Sensorpfade
- Erfassung des allgemeinen IST-Zustandes
- Fachliche Bewertung der Funktionstüchtigkeit
4.4 Empfehlung von Maßnahmen zur Optimierung
Die Schritte 4.1 bis 4.4 sind dem Auftraggeber vor Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen zur Optimierung schriftlich in pdf-Form mitzuteilen. Die Termine zur Umsetzung werden parallel abgestimmt.
4.5 Umsetzung der Maßnahmen zur Optimierung ,
a) Reparatur sowie Austausch defekter Komponenten (z.B. Ultraschallsensoren, Elektronikmodule, Kabel, Schnittstellen, Wasserstandsgeber, Datensammler/Recheneinheit) oder Verlegung
b) Justierung und Kalibrierung der Systeme mit Protokollierung
c) Funktionsprüfung und Inbetriebnahme mit Protokollierung
d) Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen inklusive Ersatzteilliste, Prüfprotokoll und Empfehlungen zur Wartung
e) Nachweis der geforderten Messunsicherheiten unter Berücksichtigung der Berechnung der Summenfehler nach DIN.
4.6 Integration der Anlage in unsere Systeminfrastruktur (Landesverwaltungsnetz)
a) Datenfernübertragung an zwei durch den Auftraggeber definierte Serveradressen (gleichzeitig). Die Datenfernübertragung muss vom Datensammler an die Serveradressen geschehen. Es muss gewährleistet sein, dass die Datenfernübertragung gemäß den vorliegenden Standards erfolgen kann
b) Einrichtung der Fernwartung vor Ort
c) Eigenständige Bedienbarkeit sowie Steuerung der Anlage aus der Ferne (Konfiguration, Wartung und Parametrierung)
4.7 Abnahme der Station
a) Unterzeichnung eines Abnahmeprotokolls durch Auftraggeber und Auftragnehmer
- Inhalte des Abnahmeprotokolls:
- Datensammler zeigt vereinbarte Werte im Display
- Abweichung des vom Datensammler ermittelten Wertes soll geringer als +/-20% im Niedrigwasser, +/-5% im Mittelwasser sowie +/-10% vom ermittelten Wert einer Abflussmessung sein
- Daten und Pfade müssen korrekt im Webportal konfiguriert sein
- Unterschriften des Auftraggebers und Auftragnehmers
4.8 Nach Durchführung der Arbeiten
a) Wartung der Anlage während der Gewährleistungsfrist
b) Wartung nach der Gewährleistungsfrist
4.9 Schulung
Zweitägige Inhouse-Schulung von 12 Personen in Recklinghausen
Der Einbau ist jeweils fachgerecht insbesondere unter Beachtung der vorgegebenen Vorschriften und Normen (DIN EN ISO 6416, DIN EN ISO 748:2022-12, DIN EN ISO 1100-1) und der Pegelvorschrift durchzuführen. Die Terminierung der Durchführung wird durch das Personal am Standort abgestimmt. Montagematerialien, die zum Einbau oder zur Reparatur benötigt werden (z.B. Schrauben, Leisten oder Winkelschienen), werden durch den Auftragnehmer gestellt. Leitungen und Kabel sind in Kabelkanälen sowie Leerrohren unterzubringen.
Die derzeit verbauten Datensammler sowie Ultraschallsensoren können den beigefügten Produktdatenblättern entnommen werden.
Der Einbau der Geräte erfolgt durch den Auftragnehmer. Der Bieter muss in dem Leistungsverzeichnis den Gerätehersteller und die genaue Bezeichnung des Gerätes eintragen. Nach der Zuschlagserteilung sind ausführliche Ersatzteillisten und eine ausführliche Bedienungsanleitung in deutscher Sprache in elektronischer Form zu liefern.