Technische und berufliche Leistungsfähigkeit - Jeder Bieter / jedes Mitglied der Bietergemeinschaft hat mit dem Angebot vorzulegen:
(1) Die Vorlage eines gültigen Zertifikates über ein von einer akkreditierten Stelle zertifiziertes Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001 oder gleichwertig wird gefordert.
(2) Die Vorlage eines gültigen von einer akkreditierten Stelle ausgestellten Zertifikates DIN 77200-01 oder gleichwertig wird gefordert.
(3) Eigenerklärung (Vordruck 4 auf der Vergabeplattform verfügbar), aus der die jährliche Beschäftigtenzahl, differenziert nach Festangestellten des Unternehmens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren ersichtlich ist.
Mindestanforderung:
Der Bieter muss darüber hinaus nachweisen, dass er bei Ablauf der Angebotsfrist über mindestens 45 festangestellte Vollzeitäquivalente (ein Vollzeitäquivalent entspricht 40 Wochenarbeitsstunden, d.h. bspw. 2 Mitarbeiter, die jeweils 20 Wochenstunden arbeiten, entsprechen zusammen einem Vollzeitäquivalent) verfügt. Davon müssen mindestens 24 aus den Gruppen Meister für Schutz und Sicherheit, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, Personen mit Sachkundeprüfung nach §34a GewO oder gleichwertig kommen. Eine Person, die mehr als eine der vorgenannten Qualifikationen erfüllt, wird nur einmal gewertet.
Der Nachweis ist aufzugliedern nach Berufsgruppen (Meister für Schutz und Sicherheit, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, Personen mit Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe nach § 34a GewO, sonstige Sicherheitsmitarbeiter, Auszubildende, kaufm. Angestellte und sonstige Angestellte).
(4) Mindestens drei Referenzen (Vordruck auf der Vergabeplattform verfügbar) aus den letzten drei Jahren (seit 1. Januar 2023) über die Erbringung von Dienstleistungen der Sicherheit in Flüchtlingseinrichtungen mit einer Kapazität von jeweils mindestens 300 Plätzen, wobei maximal zwei Referenzen von demselben Auftraggeber stammen dürfen.
Die Referenzen müssen insbesondere nachfolgende Angaben aufweisen:
(1) Name des Auftraggebers und Kontaktdaten, Bezeichnung und Standort der Referenz
(2) Angabe des ausführenden Standorts des Bieters / Mitglieds der Bietergemeinschaft
(3) Zeitraum der Leistungserbringung (Grundlaufzeit, ggf. Verlängerungen), Auftragswert
(4) Beschreibung des Umfangs der Leistung insbesondere mit folgenden Angaben zu
- Art der Einrichtung
- Ausformulierte Beschreibung der erbrachten Leistungen, der Komplexität des Projekts und der Vergleichbarkeit mit den zu vergebenden Leistungen,
- Position (z.B. als Auftragnehmer, als Nachunternehmer, etc.), in der die Leistung erbracht wurde.
Mindestanforderung:
Alle Bieter müssen mindestens drei Referenzen aus den letzten drei Jahren (seit 1. Januar 2023) über die Erbringung von vergleichbaren Dienstleistungen einreichen. Referenzobjekte mit einer Belegungszahl von 300 Personen werden als vergleichbar zu der hier ausgeschriebenen Einrichtung angesehen. "Seit 1. Januar 2023" bedeutet, dass entweder der Auftragsbeginn vor diesem Stichtag liegt und der Ausführungszeitraum sich mit dem Referenzzeitraum überschneidet oder der Auftragsbeginn fällt in den Zeitraum ab diesem Stichtag. Die Referenzprojekte müssen noch nicht abgeschlossen sein, müssen aber mindestens seit sechs Monaten laufen. Zudem darf der Bieter diese Leistungen nicht als Nachunternehmer für ein anderes Unternehmen erbracht haben. Ferner dürfen maximal zwei Referenzen von demselben Auftraggeber stammen. Im Falle des Bundeslandes als Auftraggeber wird hierbei nicht auf das jeweilige Bundesland als Auftraggeber, sondern auf die jeweils zuständige Bezirksregierung bzw. vergleichbare Behörde abgestellt.
Im Falle eines Angebots einer Bietergemeinschaft ist ausreichend, dass eines der Mitglieder über die geforderten drei Referenzprojekte oder die Mitglieder in der Summe über die geforderten drei Referenzprojekte verfügen.