Im Rahmen des "Explorations- und Bohrprogramms 2024-2028" und nach Abstimmung mit dem Auftraggeber MWIKE NRW soll voraussichtlich im November bzw. Dezember 2026 eine ca. 16 km lange 2D-Pilotseismik im Stadtgebiet Mönchengladbach durchgeführt werden. Ziel der Untersuchung ist die Abbildung und Lokalisierung paläozoischer Karbonate im Bereich des Viersener Sprungs bis in eine Zieltiefe von ca. 2.000-2.500 m. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Planung der für 2028 vorgesehenen Forschungsbohrung in Mönchengladbach dienen. Aufgrund der schwierigen geologischen Verhältnisse ist eine weitestgehend störungsarme Datenaufzeichnung erforderlich. Zur Reduzierung des hohen innerstädtischen Umgebungslärms und damit zur Sicherstellung einer ausreichenden Datenqualität ist daher vorgesehen, die Messungen überwiegend nachts durchzuführen. Gleichzeitig fordert die Untere Immissionsschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach, die mit der Messkampagne verbundenen Lärmemissionen auf das unvermeidbare Maß zu reduzieren. Für die Messkampagne ist daher der Einsatz elektromagnetisch angetriebener eVibes vorgesehen. Diese weisen gegenüber konventionellen hydraulischen Vibrationsfahrzeugen einen deutlich geringeren Eigenlärm auf und erfüllen damit die Anforderungen an eine möglichst emissionsarme Durchführung der vorgesehenen Nachtmessungen. Gleichzeitig ist das System für die in Mönchengladbach erforderliche Zieltiefe geeignet. Nach der durchgeführten Marktrecherche wird das für diese Anforderungen geeignete eVibe-System ausschließlich durch die Firma Faraday Geophysics betrieben und angeboten. Es handelt sich hierbei also um eine Direktvergabe aufgrund eines Alleinstellungsmerkmals. Sollten weitere Unternehmen ebenfalls seismische Messungen mit eVibes anbieten können, bitten wir um eine Rückmeldung bis einschließlich zum 15.10.2026 an Beschaffungen-GD@gd.nrw.de.